Allez hopp!

Physisches Wohlbefinden

In der Rhythmik erschließen sich den Kindern die Zahlen und Buchstaben ganz unmittelbar: die körperliche Erfahrung regt zur Auseinandersetzung an. Die Ausgestaltung der eigenen Silhouette mit vielfältigen Materialien wird zum Ausgangspunkt für ein kleines Rätsel.

Was wird gemacht? Im Rahmen der Rhythmik-Einheit Allez hopp setzen sich die Kinder in der Bewegung mit verschiedenen Dimensionen ihres Körpers sowie mit Zahlen und Buchstaben auseinander. Zum Abschluss gestalten sie ein „Körperbild“, anhand dessen andere Kinder sie erkennen sollen.
Materialien: Seile entsprechend der Kinderanzahl, Trommel, 1 Tablet mit der App „Make Dice“ und Fotofunktion. Für die Ausgestaltung der Silhouetten: Glasnuggets, Federn, Naturmaterialien, Perlen, Knöpfe, Wollfäden und weitere Materialien
Altersempfehlung: im Jahr vor Schuleintritt
Sozialform: Bis zu 6 Kinder
Nicht vergessen! Die digitalen Würfel müssen kurz vor der Aktivität mit den Namen der teilnehmenden Kinder versehen werden (dabei gerne die Kinder einbinden); Mengen- und Ziffernwürfel finden Sie in der App.

Zielsetzung

  • Planung und Koordination komplexer Bewegungsabläufe
  • Unterstützung der Körperwahrnehmung sowohl durch Bewegung als auch durch Ruhe
  • Sensorische Integration: Mengen, Zahlen, Buchstaben
  • Erfahrungen und praktische Kenntnisse im Umgang mit einem Tablet erwerben, dessen Multifunktionalität kennenlernen
  • Erste Annährung an einen überlegten Umgang mit dem eigenen „Bild“: Was möchte ich von mir preisgeben, was nicht? Wie stelle ich mich dar?

Durchführung

Einstieg: Guten Morgen/ Guten Tag! Zunächst will der Körper aufgeweckt werden: Die Körperteile werden geschüttelt, der Kopf kreist von einer Schulter zur anderen, am Platz laufen, … Bei jeder Handlung wird der entsprechende Körperteil benannt. Einmal munter geworden, geht es weiter: die Kinder stehen auf einem Beim, auf allen vieren  – kannst du auch mit drei Körperteilen den Boden berühren? Wenn wir auf den Zehenspitzen stehen, wie viele/ welche Körperteile berühren dann den Boden? Und: können die Haare auf deinem Kopf gezählt werden?

Anschließend bewegen sich die Kinder zu den Klängen der Trommel zu unterschiedlichen Rhythmen (schnell, langsam, laut, leise, galoppierend, …) durch den Raum. Auf STOP folgt jeweils eine Anweisung: Auf einem Bein stehen, mit zwei Händen und einem Bein den Boden berühren, verbiegen wie ein Buchstabe…

Hauptteil: Jedes Kind sucht sich einen Platz im Raum, legt sich hin und schließt die Augen. Die Pädagogin/ der Pädagoge bewegt sich durch den Raum und verteilt die Seile an die Kinder, indem sie rund um die Silhouette des Kindes gelegt werden.

Zur Musik experimentieren die Kinder nun mit den Seilen. Was kann damit alles gemacht werden? Im Anschluss an die Experimentierphase können folgende Aktivitäten ausprobiert werden:

Seilkreis: Aus dem Seil wird ein Kreis geformt. Mit beiden Beinen /auf einem Bein hinein und hinaushüpfen (vorwärts und rückwärts).

Balancieren auf dem Seil (vorwärts, rückwärts, auf Zehenspitzen, mit geschlossenen Augen).

Würfeln mit dem Tablet: (1) Zahlen-Würfeln: Ein Kind würfelt – indem es das Tablet schüttelt – digital, springt dann entsprechend oft über das Seil und zählt dabei laut mit. (2) Namens-Würfeln: Die Namen der teilnehmenden Kinder werden vorab auf dem digitalen Würfel festgehalten. Das Kind, dessen Name gewürfelt wird, darf eine Idee zur Handhabung des Seils vorzeigen.

Weiters können verschiedene Figuren/ Zahlen/ Buchstaben,… gelegt werden.

Wenn die Gruppe schon erschöpft ist, können Sie hier unterbrechen, zum Ausklang übergehen und den folgenden Teil in einer weiteren Einheit anbieten.

Ausklang: Die Seile werden kreisförmig im Raum verteilt aufgelegt. Die Kinder bewegen sich zum Rhythmus der Trommel dazwischen. Bei STOP folgen die Kinder der jeweiligen Anweisung: Zwei oder mehrere Kinder, zwei oder mehrere Beine, Hände, Popos… in einem Seilkreis. Nach jeder Runde wird ein Seilkreis entfernt. Sind keine Seile mehr vorhanden, gehen die Kinder zurück in die Gruppe.

Andernfalls beginnen die Kinder nun – in Partnerarbeit – die Körperumrisse des Partnerkindes mit dem Seil nachzulegen. Dabei ist viel Fingerspitzengefühl gefragt!

Anschließend bekommen die Kinder unterschiedlichste Materialien, die zuvor mit einem Tuch abgedeckt in einer Ecke des Raumes standen, zur Verfügung gestellt: zum Beispiel Glasnuggets, Federn, Naturmaterialien, Perlen, Knöpfe, Wollfäden und weitere Materialien, die zur Ausgestaltung des Körperbildes dienen können. Gerne kann die Aktivität durch Musik begleitet werden. Während die Kinder mit der Gestaltung beschäftigt sind, kann die Pädagogin/ der Pädagoge sich einzelnen Kindern zuwenden und folgende Anregungen bieten: Wir werden die Bilder am Ende fotografieren und den anderen Kindern der Gruppe zeigen. Welche Hinweise kannst du in deinem Bild verstecken, damit sie erraten können, wen sie auf dem Foto sehen? Beispielsweise können Perlen entsprechend dem Alter des Kindes auf einen Wollfaden gefädelt oder die entsprechende Anzahl von Glasnuggets in der Silhouette aufgelegt werden; mit Knöpfen kann ein Hinweis auf den Namen gegeben werden etc. Sind die Kinder fertig, bewegen sie sich im Raum um die Bilder der anderen Kinder anzusehen.

Zum Abschluss wird jede Silhouette vom Kind selbst fotografiert. Zurück im Gruppenraum dürfen die anderen Kinder versuchen zu erraten um wen es sich auf den Fotos handelt. Ist ein Drucker verfügbar, können die Bilder ausgeduckt und den Kindern so längerfristig zugänglich gemacht werden.